Ich kann nicht mehr

Ich kann nicht mehr

„Ich würde ein Königreich für eine Stunde ungestörten Schlafs geben!


„Legen Sie sich hin, wenn ihr Baby schläft,“, raten die glänzenden Besserwisser-Broschüren mit Fotos von strahlend lachenden Muttis mit perfektem Make-up. Wie soll ich mich um gotteswillen hinlegen können? Wohin mit dem älterem Kind? Eine Oma 600km nördlich, die andere 900km östlich, mein Mann unter der Woche auswärts arbeiten. Hinlegen, haha….

 

Wir haben erst Mittwoch. Wenn ich bis Freitag durchhalte, bin ich heilig. Ich bin müde. Ich liebe mein Baby, aber ich hasse Wachstumsspurts. Ich will länger als eine Stunde in der Nacht durchschlafen können. Und ich wünsche ich hätte niemals was von Windelfrei gehört.

Ich fühle mich schlecht, wenn ich mein Baby nach so vielen Supertagen in eine WWW packe. Aber ich kann einfach nicht mehr.“

So ging es mir vor vielen Jahren und so geht es mir aus unterschiedlichen Gründen immer wieder. Mutter zu sein bedeutet nicht nur eine zweifache Belastung, wie „Experten“ behaupten. Es ist eine zehnfache Belastung. Ich muss eine perfekte Mutter sein, ich geh auch noch arbeiten, ich bin Taxifahrer, Koch und Putzfrau, ich bin Manager und Gärtner, ich bin Bügelfrau und Seelsorge für meine Kinder, ich bin Clown und Pädagoge. Und am Abend sollte ich auch noch eine attraktive selbstbewusste Frau abgeben.

 

Mein Mann meint zwar, ich soll auf mich stolz sein, dass ich so viel schaffe, aber ich bin am Abend so fertig, dass ich keine Kraft habe stolz zu sein. Ich falle ins Bett mit dem schrecklichen Gedanken: „Der Wecker läutet in 5 Stunden 50 Minuten“.

 

Irgendetwas mache ich falsch. Mein Körper hat die Notbremse gezogen. Und so liege ich und überlege, was ich hätte besser machen sollen. Ich habe zwei Ansätze:

 

Wochenplan

 

Damit das Hamsterrad mal ein Ende findet…. So gibt es einen klar definierten Putztag. Einen Wäschetag. Einen…. einen….. und am Ende auch einen Mamatag.

 

Nicht gut, denn ich brauche Abwechslung, nicht Routine. Und ich bin zu chaotisch. Und zu spontan.

 

Ich hab weiter gegrübelt und dann doch die für mich perfekte Lösung gefunden. Ich habe ein Nichttag definiert. An diesem Tag wird nur eine kurze Not-to-do Liste abgearbeitet und ein Spiel gespielt.

 

Not-to-do Liste

 

1. Nicht kochen!

 

Auf keinen Fall! Außer es dient der Entspannung, Kreativität oder Beschäftigung der Kinder

 

Meine Kinder lieben es! Sie dürfen sich den ganzen Tag von Cornflakes oder Müsli ernähren, oder sie verputzen alle Äpfel und Bananen, oder sie bestellen eine Pizza! Wegen einem Tag werden sie schon keine Mangelerscheinungen haben.

 

2. Nicht aufräumen!

 

Auf keinen Fall! Einfach Augen zu und durch. Es ist keine Unordnung, es ist eine kreative Umgebung.

 

Kreative Menschen haben viel Ideen im Kopf und viel Sachen auf dem Tisch und auf dem Stuhl und auf dem Boden…. Ich will gar nicht wissen, was Ordnungsfreaks im Kopf haben, wenn ihre Wohnung so leer aussieht.

 

3. Nicht arbeiten!

 

Auf keinen Fall! Termine und betreten des Home Büros sind verboten.

 

Dafür ist kuscheln im großen Bett angesagt. Käfer auf der Terrasse beobachten. Hinterm Haus liegen und in die Wolken starren.

 

Emails laufen nicht davon. Kinder schon.

 

Das Nichttag-Spiel

 

es geht so:

 

Ich mache einen Nichttag und dazu brauche ich:

 

„Gute Laune“ Tee von Sonnentor

 

„Gute Laune“ Tee von Sonnentor und eine Packung Öko-Windeln

 

„Gute Laune“ Tee von Sonnentor, eine Packung Öko-Windeln und dicke Socken

 

Und? Wer spielt weiter?

 

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